Hektik, Stress, Zeitmanagement, Effizienz, Eile…

wir alle sind diesen Faktoren des modernen Lebens mal mehr, mal weniger ausgesetzt. Wer kennt das nicht? Den Kaffee im Stehen, das Brötchen im Auto, zwischendurch Emails lesen, WhatsApp Nachrichten beantworten, sms versenden, Familienmanagement betreiben und den Anforderung im Beruf mit Deadlines und hohem Arbeitspensum gerecht werden. Alle um uns herum scheinen das irgendwie zu bewältigen. Die Krux daran ist: Jede einzelne dieser Einwirkungen ist harmlos, aber in der Summe sorgen sie dafür, dass wir nicht mehr zur Ruhe kommen und uns dauernd gehetzt fühlen. Unmerklich bildet sich eine latente Form von Daueranspannung die mit den Jahren ansteigt. Wir empfinden sie irgendwann als normal und merken gar nicht mehr, wie hoch wir eigentlich getaktet sind. Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfweh, Bluthochdruck – all dies sind Zivilisationskrankheiten, die es in diesem epidemischen Ausmaß früher nicht gab. Denn kein Organismus ist dafür ausgelegt, Dauerstress zu tolerieren.

Krankenkassen schlagen Alarm

In der Konsequenz greifen immer mehr Menschen zu Schlaf- und Beruhigungs- oder Schmerzmitteln, um weiter funktionieren zu können. Im  Deutschen Ärzteblatt wird darauf hingewiesen, dass die Verschreibung von Schmerzmitteln in den letzten Jahren dramatisch angestiegen ist. Und die Pharmazeutische Zeitung hat schon Jahren veröffentlicht, dass der Konsum von Schlafmitteln jedes Jahr weiter ansteigen werde. Krankenkassen und auch Arbeitgeber stehen vor enormen Problemen, denn der krankheitsbedingte Ausfall von Mitarbeitern nimmt mehr und mehr zu. Die finanzielle Last wird bald nicht mehr zu tragen sein.

Meditation als Mittel zur Entspannung und Entschleunigung

Kann ein paar Minuten scheinbaren Nichts-Tuns tatsächlich die Lösung für oben stehende Probleme sein? Die Antwort ist Ja! Um das zu verstehen ist es hilfreich zu wissen, was alles im Gehirn und im Körper passiert, wenn wir Meditieren.

  • Die Gehirnwellen verändern sich und werden langsamer. Dies führt dazu, dass wir in einen Zustand des inneren Flows kommen. Der analytische Verstand wird herunter gefahren, stattdessen beginnt der kreative-imagnitive Teil des Gehirns verstärkt zu arbeiten. Wir verlieren das Gefühl für Zeit und Raum und vergessen teilweise sogar unseren Körper. Unsere Probleme – die uns ansonsten am Laufen halten – geraten in den Hintergrund. Wir beginnen neue Perspektiven und Möglichkeiten zu erkennen. Das Gehirn beginnt dabei, andere Botenstoffe an den Körper zu senden. Statt der Produktion von Stresshormonen werden Hormone wie Oxytocin und andere Stoffe produziert, die dem Körper signalisieren: Alles ist gut, Du kannst entspannen.
  • Dies sorgt dafür, dass das autonome Nervensystem, welches alle unbewussten Steuermechanismen unseres Körpers regelt, andere Eingangsinformationen bekommt, die einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus haben. In Folge davon findet eine Kaskade positiver Auswirkungen statt, die dem Körper Entspannung und die Chance zur Heilung bieten.

 

  • Unter anderem:
    • Sinkt der Blutdruck
    • Die Gefäße weiten sich, der gesamte Körper wird besser durchblutet
    • Die das Herz versorgenden Gefäße weiten sich und können den Herzmuskel besser durchbluten
    • Das Immunsystem beginnt besser zu arbeiten
    • Die Endkappen der Chromosomen, die sogenannten Telomere die sich im Laufe der Zeit abnutzen und für den Alterungsprozess verantwortlich sind, werden wieder aufgebaut
    • Das Gehirn beginnt als Einheit zu arbeiten, in Folge davon erfahren wir friedvolle und beruhigende Gefühle bis hin zu tiefen Glücksgefühlen
    • Die Konzentration und die Fähigkeit sich zu Fokussieren, steigen
    • Die subjektiv empfundene Trennung von Mitmenschen und einer höheren Ordnung kehrt sich um in ein Gefühl von Geborgenheit, Verbundenheit, Liebe
    • Positive Gefühle werden verstärkt, Negative Gefühle haben immer weniger Raum
    • Gelassenheit, Frieden, Mitgefühl, Verzeihen werden genährt
    • Die Homöostase des Körpers – seine Fähigkeit sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen – wird gefördert
    • Selbstliebe steigt
    • Das Gedächtnis verbessert sich

Das Besondere an Meditation ist: All diese positiven Effekte bauen sich während der Meditation auf und haben einen Effekt auf den gesamten Tag, sie hören nicht mit Ende der Meditation auf.

Wer täglich oder fast täglich meditiert, zahlt damit auf sein ganz persönliches Gesundheits- und Glückskonto ein und bekommt die Auswirkungen mit Zinsen und Zinseszins zurück.

Die Langzeit-Folge von Meditation ist eine glücklichere Grundstimmung die wiederum alles andere beeinflusst. Wer besser drauf ist, zieht positive Menschen an, ist weniger anfällig für stressige Situationen und beginnt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Tiefe Einsichten in die Weisheit des Lebens ist ein weiterer Nebeneffekt, denn der heiße Draht zur eigenen Intuition wird gestärkt. Was vorher anstrengend und lästig war, wird oft umgedeutet in Chancen des Lernens und Wachsens.

Und das schöne ist: Man braucht außer einer bequemen Sitzgelegenheit und einer guten Anleitung nix weiter als den Wunsch, sein Leben in positivere, gesündere und glücklichere Bahnen zu lenken.