Ist Meditation spiritueller Humbug?

Vielfach wird der Begriff Meditation gleich gesetzt mit spiritueller Versenkung, die an eine Religion oder Philosophie gebunden ist – und dagegen gibt es Vorbehalte, vor allem dann, wenn man sich keiner Religion zugehörig fühlt, sich nicht als besonders spirituell wahrnimmt oder Atheist ist. Automatisch kommt die Frage auf: Warum soll ich denn meditieren?

Das ist eine interessante Fragestellung, ganz besonders für unser aufgeklärtes Zeitalter, welches wir als modern und fortschrittlich empfinden. Wir können vieles in der Welt erklären, hängen keinem Aberglauben mehr an und können uns glücklich schätzen, in einer Gesellschaft zu leben, die modern und weitestgehend emanzipiert ist. Diese Facetten sind gut und richtig und haben sicherlich viele Vorteile mit sich gebracht. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass wir immer konsumorientierter werden, es noch nie so viele Depressionen gab, ethische Werte immer mehr verflachen und Lügen an der Tagesordnung sind. Wir haben uns in aller Modernität weg entwickelt von einem ethischen Menschenbild, in dem Werte noch Bestand haben. Alles um uns herum scheint auseinander zu fliegen: Gesellschaftliche und politische Strukturen lösen sich auf, Banken und Finanzsysteme wackeln, Politik wird immer verwunderlicher, Religionen verlieren ihre Macht und privat sehen sich ganz viele Menschen enormen Herausforderungen ausgesetzt.

In Zeiten extremer Herausforderungen zurecht kommen

Wir leben in einer hochspannenden Zeit des Wandels, die aber auch alles von uns individuell abverlangt. Haben wir dann KEINEN inneren Bezugspunkt, der uns zeigt, was richtig und was falsch ist, der uns mit unserer Intuition und unserem inneren Wissen verbindet, sind wir schnell halt-los, gestresst, überfordert und fühlen uns ausgeliefert. Körperliche oder Seelische Erkrankungen sind die Folge.

Deshalb erachte ich persönlich Meditation – die Zeit inneren Rückzugs und des Auftankens – für immens wichtig. Wir brauchen eine eigene Tankstelle, die uns unabhängig von äußeren Gegebenheiten mit Erholung, Ruhe, Gelassenheit und der inneren Führung verbindet. Die Antworten auf die enormen Herausforderungen in unserer Gesellschaft liegen immer mehr im Inneren und sind immer weniger im Außen zu finden. Wenn Strukturen um uns herum zusammen brechen – was gut ist, um eine bessere Ordnung zu erschaffen – müssen wir uns im Inneren festigen um zu wissen, wo unser Platz ist, was richtig und was falsch ist und wem wir vertrauen können.

Stark sein durch Meditation

Und nebenher sagen alle Menschen, die sich etwas länger mit Meditation beschäftigen, dass sie ausgeglichener, ruhiger, gelassener und viel fröhlicher durchs Leben gehen. Das Gefühl von Verbundenheit, Liebe, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft wird einfach mehr, wenn man meditiert. Ganz von selbst. Und dadurch trägt man einen kleinen Schritt dazu bei, dass wir uns wieder menschlich und weniger egozentrisch verhalten.

Gleichzeitig lernen wir heraus zu finden, was uns wirklich wichtig ist und wie wir den Extremen im Außen mit mehr innerer Ruhe begegnen können.

Insgesamt helfen wir unseren Körpern, sich wieder zu entspannen und in die Ruhe zu kommen. Ein Faktor, der immens wichtig ist um gesund zu bleiben.

Weil ich all diese Faktoren an mir und noch vieles mehr wahrgenommen und erfahren habe, lade ich Euch ein, die nächsten Meditationen zusammen mit mir zu machen, um in die Wohltat der Erfahrung zu schnuppern und neugierig zu werden.

Die Belohnung ist groß und von unschätzbarem Wert