Gleichgültig mit welchem Bereich unseres Lebens wir es zu tun haben – das eigene Energie-Managment ist die größte Kunst, in der wir uns üben sollten um, um gut durch’s Leben zu kommen. Vielleicht sogar etwas, was in den Schulen gelehrt werden sollte?

Lebenskunst = Energie-Managment

Wir denken so leicht, alles was uns berührt und unser Leben beeinflusst, läge im Außen begründet. Wenn wir Ärger haben, sind der Chef oder die Kinder Schuld. Wenn wir schlecht gelaunt sind, liegt es am Wetter und wenn wir uns freuen dann meistens dann, weil sich etwas Schönes in unserem Leben ereignet hat. Wenn wir Schmetterlinge im Bauch haben so meist nur dann, wenn wir verliebt sind. Wenn wir uns entspannt fühlen, dann weil wir Urlaub, Feierabend oder Wochenende haben. Wir lernen regelrecht, bestimmte Situationen mit einem Gefühl zu verbinden. So wird es uns beigebracht und die meiste Zeit stellen wir dieses Konzept auch nicht in Frage. Die Fallstricke dieser Lebensführung liegen jedoch auf der Hand: Wir lassen zu, dass unsere Umgebung definiert, wie wir uns fühlen sollten. Da reicht ein schlecht gelauntes Gesicht am Frühstückstisch – und der Tag ist für uns gelaufen. Dabei sind diese Eindrücke immer höchst subjektiv. Während dem einen das warme Wetter gefällt, ist es für den anderen schon zu heiß. Während ein Partner den Urlaub in den Bergen liebt, fühlt der andere sich von den Hängen um sich herum erdrückt. Beleuchtet man dieses Phänomen genauer so stellt man schnell fest:

Alles hat nur die Bedeutung, die wir ihm beimessen

Es gibt keine objektivierbare Wirklichkeit und schon gar nicht ein Messinstrument welches in Einheiten definiert, dass wenn eine bestimmte Menge A im Außen passiert ein Individuum ein bestimmtes Maß an Gefühl B produziert. Was welches Gefühl auslöst ist sehr subjektiv.

Als Menschen und somit denkende Wesen gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: Wir können Situationen vorhersehen und alleine der Gedanke daran, dass Morgen schon wieder Montag ist und die Arbeitswoche beginnt, löst ein Gefühl der Anspannung und seltener der Vorfreude aus. Und der gesamte Gefühls-Cocktail beginnt durch unseren Körper zu kreisen und physiologische Reaktionen hervor zu rufen, obwohl wir vielleicht noch bis eben ganz entspannt auf dem Sofa lagen und ein Buch lasen. Oder wir hören ein bestimmtes Lied im Radio, welches uns daran erinnert wie wir unsere erste schöne Liebeserfahrung hatten – und das selbe Liegen auf dem Sofa ist auf einmal voller Leichtigkeit und zaubert uns ein Lächeln aufs Gesicht.

Wir geben unsere Kraft weg

Wenn wir uns so von Geschehnissen im Außen und auch Gedanken und Gefühlen in unsrem Inneren lenken lassen, merken wir sehr schnell, dass wir nicht Herrscher über unseren inneren Zustand sind, sondern wie eine Flipper-Kugel mal in die eine und mal in die andere Richtung geschossen werden. Statt uns autonom und im Vollbesitz unserer Energie zu fühlen, werden wir herumgewirbelt von Dingen, die um und in uns passieren und können dem kaum Einhalt gebieten. Das fatale daran ist: Wir verschleudern in vielen Fällen wertvolle Lebensenergie, die uns eigentlich dafür zur Verfügung stehen sollte um zu regenerieren, den Körper zu heilen oder kreativ zu sein. Wir geben tatsächlich die Macht über uns ab, indem wir uns zu Opfern unserer Umstände und innerer Zustände machen lassen. Wir sind im Dauerstress und die Folge davon ist irgendwann mit hoher Wahrscheinlichkeit Krankheit, körperliche Blockaden und Schmerz.

Die Umkehrung ist nicht leicht, weil sie ein gewisses Maß and Aufmerksamkeit und Umsicht von uns fordert. Dennoch ist sie meines Erachtens eine der wichtigsten Lebens-Strategien, denn wir rufen die Kräfte wieder zu uns zurück, die uns als Kind zur Verfügung standen und durch die wir uns vital, kraftvoll, kreativ und völlig verbunden fühlten.

Energieräuber erkennen durch Achtsamkeit

Als erstes geht es darum überhaupt zu fühlen, wie wir uns fühlen, ohne einen Zustand sofort weg haben zu wollen. Ein achtsames Hinein-Horchen in sich selbst für ein paar Minuten am Tag  hilft schon dabei, sich selbst wahrzunehmen und alles was da ist, zu akzeptieren. Alleine durch dieses Gewahr-Werden ist schon viel gewonnen. Denn nur wenn ich Dinge erkenne, kann ich ihnen aktiv mit einer anderen Einstellung begegnen, das ändern was ich zu ändern wünsche und wo ich es kann und das hinzunehmen, was zu beeinflussen nicht in meiner Macht steht. In allen Fällen mache ich mich jedoch nicht zum Opfer, sondern übernehme aktiv Verantwortung dafür, mit welchem Lebensgefühl ich durch die Welt gehen will. Sehr schön passt dazu ein Spruch von Martin Luther, den er in einer Denkschrift 1520 formuliert hat und der sich in unserer heutigen Sichtweise ganz sicher nicht nur auf die Christen, sondern jeden Menschen beziehen lässt:

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Für mich liegt darin eine große Weisheit denn sie besagt: Ich erkenne sowohl meine Eigen-Macht an wie auch, einem größeren Prinzip zu dienen. Doch nur wenn ich eigen-mächtig bin, habe ich überhaupt die Kraft Letzteres zu tun und nicht nur um mich selbst zu kreisen.

Energieräuber im Außen

Dies können alle Situationen und Personen sein, mit denen wir es zu tun haben und durch die wir uns gestresst, herausgefordert , geärgert oder auch gelangweilt fühlen. Hier gilt es genau zu überprüfen, ob wir nicht etwas an unserer Einstellung verändern können um mit diesen Dingen im Außen besser zurecht zu kommen. Manchmal ist es weise, eine Situation oder Person zu verlassen, manchmal geht es aber nur darum, unser inneres Gleichgewicht besser herzustellen und uns besser zu schützen. Sich morgens ein paar Minuten hin zu setzen und sich die Zeit zu nehmen, einen Schutzmantel um sich herum vorzustellen, der nur die wohltuenden Dinge nah an einen heran lässt, kann schon eine ganze Menge verändern. Und wenn wir uns in einer für uns schädlichen Situation – einer mißbräuchlichen Partnerschaft oder unzumutbaren Arbeitsbedingung zum Beispiel – wieder finden, ist es tatsächlich ratsam nach anderen Wegen im Außen zu suchen. Hier kann ein kurzfristiges Coaching Klärung bringen.

Energieräuber im Inneren erkennen

Noch wichtiger ist es allerdings die Energieräuber im Inneren zu erkennen. Dazu zählen gewohnheitsgemäße Gedanken, durch die wir uns schlecht fühlen – alles was mit Schuld, Schuldzuweisung, Scham, Angst, Sorgen und Opfersein zu tun hat. Wir alle kennen diese sich wie Windmühlenräder drehenden Gedankenkarusselle, mit denen wir – schwups – ein schlechtes Gefühl in uns produzieren können. Meist ganz einfach deshalb, weil wir es so gewohnt sind. Innere Seelenhygiene könnte man das auch nennen. Am leichtesten lassen sich diese Gewohnheitsmäßigen Muster tatsächlich dadurch bremsen, in dem man ganz bewusst etwas ablenkendes, konträres tut. So wie man kleine Kinder, die sich in irgendeinem inneren Drama befinden, am leichtesten durch Ablenkung auf neue Pfade führt. In gewisser Art und Weise ist ein Teil von uns tatsächlich so schlau wie ein 6jähriger im Körper eines Erwachsenen. Wenn man dies einmal erkannt hat, kann man gleichzeitig gelassener wie auch mit mehr Mitgefühl mit diesem Teil in sich umgehen – ohne die erwachsene Disziplin zur Umkehrung außer Acht zu lassen. Hilfreich kann es sein, über 21 Tage ein Tagebuch über alle hemmenden Glaubenssätze in sich zu führen. Meist ist man erstaunt, was da so alles zusammen kommt. Doch je eher man sich dieser sabotierenden Gedanken und Gefühle bewusst ist, desto leichter wird die Änderung.

Kraftgebendes Tun

Im Gegenzug dazu gilt es Dinge zu tun oder wieder auf zu nehmen, die einem Freude machen. Das können Hobbies sein, Bewegung, das Treffen mit Freunden, bestimmte Aktivitäten – alles das, bei dem man einen inneren Energieschub verspürt. Vor allem die Dinge bei denen man sich dabei ertappt zu denken: Wenn ich erst mal die Rente durch habe, DANN…. Nix dann – jetzt! sollte es dann heißen! Ob ein ‚Später‘ kommen wird, ist ungewiss.

Wieder träumen

Visionen entwickeln, wieder träumen – das was für uns als Kinder so selbstverständlich war und was wir oft gegen die Vernunft des Erwachsenen eintauschen – das ist ein Lebenselixier, von dem wir und nie abschneiden sollten. Die wichtigsten Erfindungen der Menschheit sind entstanden, weil Menschen es gewagt haben zu Träumen, in kleinen wie in großen Dingen. Ein wundervolles Werkzeug um Visionen und Träume greifbarer zu machen oder sich ihrer überhaupt bewusst zu werden, ist das ‚Mindmovies-Programm‘. Es ist kinderleicht zu bedienen und erschafft ein kleines Video, in dem man seine Wünsche und Vorstellungen für eine bessere Zukunft zusammen stellt. Der Zugang gilt ein Leben lang und man kann so viele Mindmovies erstellen, wie man möchte und vorhandene auch immer wieder bearbeiten. Noch nie hat es soviel Spaß gemacht, sich seine eigene Zukunft zu stricken! Ich benutze es selbst seit Jahren und es ist absolut erstaunlich, was alles passiert, wenn man sich erlaubt größer zu träumen.